Apéro beim Botschafter
- Marion Hechenberger

- vor 5 Stunden
- 1 Min. Lesezeit
Der Mittwoch bescherte uns wieder spannende Einblicke in die Politik. Den Vormittag nutzten wir, um für das gemeinsame Picknick einzukaufen, Arbeiten im Straßburg-Booklet zu erledigen und für einen kurzen Ausflug in den nahegelegenen Park. Dann war es aber auch schon Zeit, wieder ins Europaviertel aufzubrechen. Unsere deutsch-liechtenstein-österreichische Truppe wollte sich nämlich im Europaparlament umschauen, und wir hatten sogar das Glück, von der Zuschauertribüne aus einer Plenarsitzung beizuwohnen. Es war spannend, zu verfolgen, was die verschiedenen Speaker für Ansichten vertraten, wie die EU gegen Cyber-Kriminalität vorgehen soll. Ein brisantes Thema, wie mehrere Abgeordnete betonten. Schließlich habe in Europa bereits eines von sechs Kindern schon einmal Cybermobbing erfahren. Die Redner hatten jeweils maximal 90 Sekunden Zeit, um ihre Argumente überzeugend vorzubringen – und wir konnten dank unserer Ohrstöpsel alles verstehen. Denn sämtliche Reden werden simultan in die 24 Amtssprachen der EU übersetzt. Eine unglaubliche Leistung, wie man uns in der vorangegangenen Einführung eindrucksvoll vor Augen geführt hatte. Auch die EU-Ausstellung und der kurze Film über die Institutionen lieferten uns eine Fülle an Informationen.
Dann aber kam der Augenblick, für den wir uns an diesem Tag extra schick angezogen hatten: Wir waren nämlich beim Liechtensteiner Botschafter zum Apéro eingeladen. Domenik Wanger empfing uns sehr herzlich, erzählte von seinem Beruf und seinem Leben in Straßburg. Wir erfuhren etwa, dass wir uns in seinem Garten nicht in Frankreich, sondern de facto auf Liechtensteiner Staatsgebiet befanden. Ein Ausflug nach Ungarn ist für Domenik Wanger ein Katzensprung. Er müsste nur über die Hecke klettern. Denn die ungarische Botschaft liegt gleich nebenan. Vielen Dank, Herr Botschafter, für die Einladung und die spannenden Einblicke!










































Kommentare