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  • AutorenbildMarion Hechenberger

350 Tugenden auf der Spur


Wertschätzender Umgang wird in allen Einrichtungen des Montessori Zentrum Oberland großgeschrieben. Bei einem gemeinsamen Teamtag aller Pädagoginnen und Pädagogen am 21. November wurde dieses Bemühen neu befeuert.

Denn „gelingende Beziehungen haben nichts mit Glück zu tun.“ – Dies rief Dr. Shima Poostchi allen Anwesenden gleich zu Beginn ins Bewusstsein. Es hängt sehr viel davon ab, wie wir miteinander umgehen. Wenn wir die Stärken und Tugenden in uns selbst und unserem Gegenüber erkennen, können wir vorgefertigten Urteilen, die wir von Generation zu Generation weitergeben, leichter entfliehen und unseren Fokus auf die positiven Eigenschaften jedes Einzelnen lenken. „Jeder Mensch hat 350 Tugenden“, erklärte die charismatische Trainerin. „Es geht darum, diese Samenkörner zu heben und zu entfalten.“ Und genau dazu leitete sie gekonnt an. Die Teams der Kleinkindbetreuung, des Kindergartens, der Volksschule und der Schule für globales Lernen nahmen die Herausforderung an und machten sich mit viel Freude daran, Werte und Tugenden aufzuspüren. Die norwegische Unternehmensberaterin mit persischen Wurzeln würzte ihre Appelle mit vielen praktischen Beispielen aus ihrem reichen Erfahrungsschatz und Alltag als „Zuagraste“, Mutter und Coach. Sie wünscht sich, dass wir alle lernen, unsere Umfelder so zu gestalten, dass Gemeinschaft Energie gibt. Denn „das Gehirn macht keinen Unterschied zwischen physischem und sozialem Schmerz.“ Die Erziehung unserer Kinder sollten wir keinesfalls den Medien überlassen und als Erwachsene endlich anfangen, über unsere Werte zu reden und Verantwortung zu übernehmen. „Wenn wir unseren Kindern nichts zutrauen, verwöhnen wir sie.“ Dr. Poostchi hält nichts davon, Kinder zu fragen, was sie einmal werden möchten. Wenn es nach ihr geht, sollte die Frage lauten: „Welches Problem in der Welt möchtest du lösen?“


Der Teamtag war eine Bereicherung für das gegenseitige Kennenlernen der Pädagoginnen und Pädagogen im Haus. Es war ein Tag, von dem ich mir viele Gedanken und besondere Worte in meinen Alltag mitgenommen habe. In jedem Menschen schlummert ein großer Schatz an Tugenden. Durch wertschätzende Begegnungen und entsprechende Kommunikation können wir diese Schätze in uns entdecken und weiterentwickeln.

Tamara Jehle, Kindergarten



Es war eine sehr wertvolle, positive Fortbildung, von der ich viel mitnehmen kann. Shima hat uns wieder einmal bewusst gemacht, wie wichtig es ist, Stärken und Tugenden an sich selbst und anderen zu erkennen, wie stark wir einander mit positiven Gedanken unterstützen können. Das Zitat vom Bergwerk finde ich persönlich voll schön. Wir werden uns sicher weiter im Team und bei unserer Arbeit mit den Kindern mit den Tugenden beschäftigen.


Hannah Hartmann, Volksschule



Der Teamtag hat mich nicht nur schulisch, sondern auch persönlich bestärkt. Ich habe in Shimas Ausführungen viele Verbindungen zum Friedensgedanken der Montessori-Pädagogik gefunden. Die Tugendkarten inspirieren mich jeden Tag. Es gibt mehr als nur lieb und nett. Als Pädagoginnen haben wir eine Vorbildfunktion. Die gegenseitige Wertschätzung versuche ich auch den Kindern in der Kleinkindgruppe zu vermitteln.

Tanja Burtscher, Kleinkindbetreuung






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